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Werden und sein einer Pflegestelle im Überblick

Falls Sie sich entschieden haben, Retriever & friends als Pflegestelle zu unterstützen, füllen Sie bitte zunächst unser Pflegestellenbewerbungsformular aus. Damit wir mit Ihnen Kontakt aufnehmen können, ist es wichtig, dass Sie uns bitte Ihre Telefonnummer und eMail-Adresse mitteilen. 

Nach Eingang Ihrer Bewerbung wird sich unser Pflegestellennetzwerk schnellstmöglich telefonisch mit Ihnen in Verbindung setzen, um ein Vorgespräch zu führen. Da wir alle unsere Arbeit hier ehrenamtlich neben unserem Beruf machen, seien Sie uns bitte nicht böse, falls dies mal ein paar Tage dauern kann. Wir haben Sie aber bestimmt nicht vergessen. 

Wenn das Vorgespräch für beide Seiten positiv verläuft, leiten wir eine Vorkontrolle ein. D.h., ein in der Nähe wohnendes Mitglied von Retriever & friends wird Sie besuchen. Hier wird noch mal in einem persönlichen Gespräch zusammen mit Ihnen der Pflegestellenvorkontrollbogen ausgefüllt. Da wir durch diesen Besuch Sie und Ihre Familie gerne näher kennenlernen wollen, wäre es schön, wenn die gesamte Familie hierbei anwesend wäre. Retriever and friends e.V. nimmt den Schutz der personenbezogenen Daten sehr ernst. Wir verarbeiten personenbezogene Daten, die bei einer Vorkontrolle erhoben werden, unter Beachtung der geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen. Die Daten werden von uns weder veröffentlicht, noch unberechtigt an Dritte weitergegeben, sondern nur zu vereinsinternen Zwecken genutzt. 

Der ausgefüllte Vorkontrollbogen wird anschließend an uns zurückgeschickt und Sie erhalten dann einen erneuten Anruf Ihrer Kontaktperson vom Pflegestellennetzwerk. In diesem Gespräch werden wir mit Ihnen das Ergebnis der Vorkontrolle besprechen. Auch können hier noch mal Rückfragen von beiden Seiten geklärt werden. 

Wenn das Ergebnis nach Gesprächen und Vorkontrolle für beide Seiten positiv ist, freuen wir uns, Sie als neue Pflegefamilie bei Retriever & friends willkommen zu heißen. Gegebenenfalls erhalten Sie von uns jetzt schon eine Einladung in das interne Forum von Retriever & friends. Hier wird Ihnen die Wartezeit auf Ihren ersten Pfleghund durch Lesen und Stöbern im Forum verkürzt. Hier finden Sie Gleichgesinnte zum Informationsaustausch und können sich nochmals über die Pflegestellenarbeit informieren. Bei auftretenden Fragen steht Ihnen dann das Team von Retriever & friends gerne zur Seite. 

Wann der erste Pflegehund bei Ihnen einziehen wird, können wir nicht beantworten. Da Hunde wie wir Menschen sehr unterschiedlich sind, versuchen wir nach bestem Wissen und Gewissen für Mensch und Hund die richtige Wahl des Pflegeplatzes zu treffen, damit die Pflegezeit für beide Seiten so angenehm wie möglich wird. Manchmal steht der zu Ihnen passende Notfall schon "vor der Tür", manchmal kann es aber auch ein paar Wochen bis zum Einzug dauern. 

Sollte ein zu Ihnen passender Notfall gemeldet werden, rufen wir Sie an. Wenn auch Sie wie wir der Meinung sind, dass er bei Ihnen das geeignete Pflegeplätzchen findet, dauert es nicht mehr lange bis zum Einzug Ihres ersten Pflegehundes. Gemeinsam werden wir dann den genauen Termin der Aufnahme und die Übergabe Ihres Schützlings besprechen. Da unsere Schützlinge meist mit Hilfe einer Fahrkette in ihr neues Leben starten, würden wir uns sehr freuen, wenn es Ihnen möglich wäre, Ihrem Schützling ein Stück entgegen zu fahren um ihn persönlich zu übernehmen. 

Ist ein Pflegehund bei Ihnen eingezogen, lassen wir Sie natürlich nicht alleine mit der verantwortungsvollen Aufgabe, einen unserer Schützlinge in sein neues Leben zu begleiten. Am Tage des Einzuges steht Ihnen von da an unsere Pflegestellenbetreuung zur Seite. Diese Kontaktperson wird Sie die gesamte Pflegezeit über begleiten, sie ist Ihr fester Ansprechpartner bzw. Ihre direkte Ansprechpartnerin für Fragen und Anliegen, die während der Pflegezeit auftauchen sollten. Durch regelmäßige Telefongespräche wird Ihre Betreuung einen engen Kontakt zu Ihnen aufbauen. Wir werden sie also nicht alleine lassen mit Ihren Fragen und Sorgen rund um Ihren Schützling. 

Immer wieder wird uns die Frage gestellt, wie lange ein Pflegehund in der Regel bleibt. Für diese Frage gibt es keine pauschale Antwort. Hier spielen viele Faktoren eine Rolle. Neben einem ansprechend geführten Tagebuch mit schönen Fotos (mehr dazu siehe nächster Punkt), spielen sicher auch Alter, Gesundheitszustand sowie Charaktereigenschaften und Eigenarten des Schützlings eine Rolle. Aber auch Ferien- und Urlaubszeiten sind hier oftmals nicht außer Acht zu lassen. In der Vergangenheit sind Schützlinge von denen wir dachten, dass sie mit Sicherheit länger bei ihren Pflegefamilien bleiben, nach nur zwei Wochen in ihr neues Zuhause umgezogen. Bei anderen Schützlingen hat es dann aus für uns nicht erkennbaren Gründen bis zum Umzug in ihre neuen Familien auch mal ein halbes Jahr oder länger gedauert. Sie sehen, wir können auf die Frage keine pauschale Antwort geben. Dies sollten Sie bedenken, bevor Sie einen Schützling bei sich aufnehmen. Für uns ist es deshalb auch wichtig rechtzeitig zu wissen, wenn Sie Termine oder gebuchte Urlaubsreisen haben, wo es Ihnen nicht möglich ist Ihren Schützling mitzunehmen. Steht ein Termin kurz bevor, werden wir gegebenenfalls mit einer Belegung warten, bis Sie wieder da sind. Sollte Ihr Schützling bei Ihnen sein und der Termin rückt näher, werden wir hier einen Urlaubspflegeplatz für diesen Zeitraum suchen. Für uns und unsere Schützlinge ist es daher wichtig, dass Sie uns bitte solche Termine nicht vergessen mitzuteilen. 

Damit Ihr Schützling die Chance hat, dass seine Familie ihn entdeckt und ihm ein neues Zuhause schenkt, ist es wichtig sein Tagebuch regelmäßig zu führen. Im Tagebuch geht es nicht darum seinen Schützling in den höchsten Tönen zu loben oder witzige Geschichten zu schreiben, sondern ihn möglichst so real darzustellen wie er ist. Denn nur wenn Interessenten neben seinen Stärken auch seine Schwächen, Eigenarten und "Macken" kennen, wird er das für ihn wirklich passende Zuhause finden. Sollten sie Probleme/Fragen beim Führen Ihres Pflegetagebuches oder Schwierigkeiten beim Einstellen von Fotos haben, scheuen Sie sich bitte nicht davor dies offen mit Ihrer Betreuung zu besprechen. Wir werden Sie auch hierbei natürlich unterstützen. Im Übrigen gibt es keine dummen Fragen und es wird Sie keiner auslachen, auch wenn Sie später selber nach Klärung vielleicht über Ihre gestellte Frage schmunzeln müssen. Uns ist es wichtig, dass keiner "Bauchweh" hat, weil ihn etwas beschäftigt und er sich nicht traut es zu sagen. 

Das Vermittlungsteam wird unter den eingehenden Bewerbungen versuchen, für Ihren Pflegehund das passende Zuhause zu finden. Da Sie Ihren Schützling am besten kennen, kann es sein, dass sich das Vermittlungsteam auch mal mit Rückfragen an Sie wenden wird. Wenn sich Bewerber nach einer Vorkontrolle als passendes Zuhause für Ihren Schützling zeigen sollten, wird nach Rücksprache mit Ihnen das Vermittlungsteam den telefonischen Kontakt zwischen Ihnen und dem potentiellen neuen Zuhause herstellen. 

Sollten auch Sie nach dem telefonischen Gespräch und Rücksprache mit dem Vermittlungsteam das Gefühl haben, das genau diese Bewerberfamilie das richtige Zuhause für Ihren Schützling ist, wird ein Besuchstermin bei Ihnen Zuhause vereinbart. Bei diesem Termin lernen sich Ihr Schützling und die potentielle neue Familie kennen. Springt der so genannte Funke zwischen Hund und Familie über und auch Sie sehen, dass Hund und Mensch zusammenpassen, heißt es für Sie Abschied von Ihrem anvertrauten Schützling zu nehmen. Sollten Sie sich allerdings unsicher sein, bitten wir Sie hier umgehend Kontakt zum Vermittlungsteam aufzunehmen. Wenn aber alles passen sollte und einer Vermittlung nichts im Wege steht, ist er da, der Abschied und Ihr Schützling wird sich auf den Weg in sein neues Leben machen, dass Sie ihm erst ermöglicht haben, am Tage als Sie ihm einen Pflegeplatz geschenkt haben. 

Vor dem geplanten Besuchstermin lassen wir Ihnen einen Tierschutzvertrag in doppelter Ausführung für Ihren Schützling zukommen. Bei Vermittlung des Hundes sind Sie berechtigt in unserem Auftrag der neuen Familie ein Exemplar des Vertrages auszuhändigen und die Tierschutzgebühr entgegen zu nehmen. Die Tierschutzgebühr bitten wir Sie auf das angegebene Vereinskonto zu überweisen und das unterschriebene zweite Exemplar des Tierschutzvertrages an die Geschäftsstelle zu versenden. 

Abschied von einem Schützling ist ein sehr emotionaler Moment im Leben einer Pflegefamilie. Auf der einen Seite freut man sich für seinen anvertrauten Schützling, dass er seine eigene Familie gefunden hat, aber auf der anderen Seite trauert man über seinen Auszug, da er ein lieb gewonnenes Familienmitglied geworden ist. Dabei spielt es auch keine Rolle, dass man schon im Vorwege wusste, dass dieser Tag des Abschieds kommen wird. Auch macht es keinen Unterschied, ob es der erste oder zehnte Schützling ist von dem man sich verabschiedet, die Emotionen bleiben und gehören zu der Arbeit als Pflegestelle dazu. Scheuen Sie sich aber bitte nicht davor über Ihre Gefühle zu sprechen, sich an uns oder andere Pflegefamilien zu wenden, wir sind auch nach dem Auszug Ihres Schützlings für Sie da. Sie werden aber sehen, mit der Zeit, wenn Sie lesen oder persönlich Kontakt mit der neuen Familie halten und hören wie wohl sich ihr ehemaliger Schützling in seiner neuen Familie fühlt, wird die Trauer der Freude weichen. Zurück bleibt irgendwann die Freude einem Notfall auf den Weg in sein neues Leben begleitet zu haben. 

In jedem Abschied liegt auch ein Anfang. Jeder Abschied von einem Schützling kann für einen anderen Notfall die Chance in ein neues Leben sein, da er dringend auf ein freies Pflegekörbchen wartet. Denn nur wenn wir einen passenden und freien Pflegeplatz haben, können wir einen neuen Schützling bei Retriever & friends aufnehmen. Daher werden wir Sie nach dem Auszug Ihres Schützlings fragen, ob Sie gleich wieder bereit sind einem Notfall diese Chance zu geben oder ob Sie erstmal eine Pflegepause machen wollen und wie lange diese Pause sein wird. Dies sind für unser Pflegestellennetzwerk wichtige Informationen. Das Pflegestellennetzwerk weiß dann, wann Sie bereit stehen und kann dies für die Planung und Belegung der gemeldeten Notfälle berücksichtigen.


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